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Maximilian Wöber erzielte Anfang Oktober gegen Heerenveen als erster Österreicher seit dem 25. Mai 1985 ein Tor für Ajax Amsterdam. Der damalige Torschütze: Felix Gasselich.

Bis Jänner 2016 war die Austria-Legende bei Erste-Liga-Klub FAC als Sportkoordinator tätig. Seither genießt der 61-Jährige seine Fußballpension: „Ich schaue mir viele Jugendspiele an.“

Welche Defizite er dabei im Nachwuchs erkennt und warum Österreich nur eine halbherzige Ausbildungsliga ist, erklärt Felix Gasselich im Interview mit LAOLA1. Für Nostalgiker erzählt er über Konflikte mit Ajax-Legenden, Cruyffs Lieblingswörter, Hungerattacken in Amsterdam und seinen größten Karrierefehler. Zudem kritisiert der 19-fache ÖFB-Teamspieler seinen Stammklub Austria Wien: „Wir verfolgen schon länger nicht mehr unsere Philosophie.“

LAOLA1: Wie haben Sie Maximilian Wöbers Wechsel zu Ajax wahrgenommen?

Felix Gasselich: Der Junge hat eine gute Entscheidung getroffen. Wenn die Möglichkeit da ist, rate ich jedem Burschen, ins Ausland zu gehen. Dort wird er mehr gefordert. Der Lern- und Reifeprozess ist für die persönliche Entwicklung ideal. Bei Ajax kann Wöber nur gewinnen. Spielt er, ist es perfekt. Spielt er nicht, kann er unheimlich viel lernen und immer noch wechseln.

LAOLA1: Wie schätzen Sie Wöbers Chancen ein, sich auf Dauer bei Ajax durchzusetzen?

Gasselich: Er muss am Spielfeld noch schneller denken und sich trauen, mitaufzurücken. Seine Schnelligkeit ist sein größtes Plus. Bis zur U15 war Wöber noch Stürmer. Erst dann wurde er zum Verteidiger umgeschult. Deshalb fühlt er sich am Ball wohl. Zudem ist er ein intelligenter Bursche. Wenn er verletzungsfrei bleibt (Gasselich klopft auf Holztisch, Anm.), bin ich zuversichtlich, dass er sich durchsetzen wird. Er passt gut zum Ajax-Spiel. Deshalb wurde er auch bereits länger gescoutet.

LAOLA1: Scoutet Ajax öfters in Österreich?

Gasselich: Ich weiß, dass ein Ajax-Scout in Wien ansässig ist. Der deckt auch die Slowakei ab. Der Eigentümer vom AS Trencin ist Tscheu La Ling, ehemaliger Mannschaftskollege und Freund von Johan Cruyff. Als der Klub Stefan Maierhofer engagierte (für die Rückrunde 2016, Anm.), habe ich Tscheu angerufen: ‚Warum braucht ihr denn den?‘ ‚Naja, wir brauchen vorne einen Langen.‘ In den Niederlanden war es früher üblich, bei engen Spielständen in der Schlussphase Kick and Rush zu spielen. Für so ein Spiel ist Maierhofer ideal. ‚Länger wie ein halbes Jahr bleibt er eh nicht‘, hat mir La Ling gesagt. Nach dem Meistertitel war das dann auch der Fall.

LAOLA1: Wie waren niederländische Reaktionen auf den Wöber-Transfer?

Gasselich: In der Presse ging es nicht so sehr um Wöbers Qualitäten, sondern seinen Preis. Er hat praktisch nur ein halbes Jahr für die Kampfmannschaft von Rapid gespielt. Viele fragen sich, ob er deshalb die 7,5 Millionen Euro wert ist (Wöber ist damit der drittteuerste Ajax-Neuzugang der letzten fünf Jahre, Anm.).

LAOLA1: Maximilian Wöber erzählte im LAOLA1-Interview von einer neuen Welt in Amsterdam. Wie haben Sie sich damals bei Ajax eingelebt?

Gasselich: Meine größten Probleme waren die niederländischen Essgewohnheiten. Die haben auf das Mittagessen verzichtet, nur Kleinigkeiten wie Milchshakes und Joghurt gegessen. Ich war dagegen Vorspeise, Hauptgang und Nachspeise gewöhnt. Ich habe in einer Woche zehn Kilogramm abgenommen. Als Profi kannst du so nicht in Form kommen. Ich habe dann abends im Hotel zugelangt: Drei Schnitzel und zwei Steaks für umgerechnet 70-80 Euro. Der Verein hat sich dann über die Hotelrechnung gewundert. Die haben geglaubt, ich bin verhungert und komme aus einem Land, in dem es nichts zu essen gibt (lacht). Erst als meine damalige Frau nach Amsterdam nachgezogen ist, wurde es besser.

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LAOLA1: Wie klappte der sportliche Einstieg? Sie waren immerhin in einem Kader mit (späteren) Weltstars wie Ronald Koeman, Frank Rijkaard oder Marco van Basten.

Gasselich: Ich musste mir den Respekt verdienen. Wir haben im Training öfters Eins-gegen-Eins gespielt. Mir haben sie mit Sonny Silooy (325 Pflichtspiele für Ajax, Anm.) den schnellsten, technisch besten und kräftigsten Verteidiger zugeteilt. Ich habe einen Monat keinen Ball gesehen. Dabei habe ich alle Tricks ausgepackt, die ich kannte. Manche davon gibt’s heute nicht einmal mehr. Eines Tages habe ich dann wieder gegen Sonny ranmüssen. Die erste Partie habe ich 1:5 verloren. Danach dachte ich mir: Jetzt reicht’s. Ich wurde dann wirklich aggressiv und habe zum Grätschen angefangen. Die anderen Spieler haben schon aufgehört und uns zugeschaut. Trainer Aad de Mos hat dann aber das letzte Duell abgesagt, sonst hätten wir zwei Verletzte gehabt (lacht). Und Sonny? Der hat sich nicht einmal beschwert. Nach dem Training hat er zu mir gesagt: ‚Felix, du bist ein super Spieler. Du hast mich so richtig gehaut. Das hat noch nie jemand gemacht.’ Von diesem Moment an war ich auf Augenhöhe mit den anderen Spielern. Sonny wurde zu meinem besten Freund. Heute lebt er in den USA.

LAOLA1: Sie waren als Spieler berühmt für Ihre Technik. In der Eredivisie haben Sie sich gar den Spitznamen Gurkerlkönig erarbeitet. Waren Sie ein provokanter Spieler?

Gasselich: Ja, ich habe in meiner Karriere sogar manchmal Geldstrafen für meine Gurkerlversuche bekommen. Ich wollte mich immer mit den Besten messen. 1976 gastierte Franz Beckenbauer mit dem FC Bayern zu einem Freundschaftsspiel in der Südstadt. 15 Minuten vor Schluss habe ich den Trainer gebeten, mich einzuwechseln. Er fragte: ‚Warum?‘ – ‚Naja, ich täte gerne dem Beckenbauer ein Gurkerl schieben‘. Natürlich bin ich nicht reingekommen (lacht). 1980 kam dann zum Abschiedsspiel von Robert Sara Argentinien mit Diego Maradona ins Praterstadion. Der Rasen war steinhart, Teamchef Karl Stotz erlaubte aber nur Eisenstollen. Ich habe zu ihm gesagt, ich werde trotzdem mit Gummlern (Fußballschuhe mit Gummisohle, Anm.) spielen, so spielen auch die Argentinier. Stotz antwortete: ‚Dann kommst nicht rein‘. So war es auch. Da habe ich mich schon gekränkt. 1983 habe ich dann mit der Austria im Europapokal der Pokalsieger im Camp Nou bei Barcelona gespielt. Wir sind mit einem 1:1 weitergekommen und ich habe auch das Gurkerl gegen Maradona nachgeholt (lacht). Ich würde mich nicht als arrogant bezeichnen, auch wenn der Grat schmal ist. Ich war sicherlich kein leichter Spieler.

LAOLA1: Gerieten Sie deshalb auch mit Johan Cruyff (Ajax-Trainer ab 1985, Anm.) aneinander, der ja auch nicht unbedingt als leichter Charakter galt?

Gasselich: Cruyff wollte, dass sein Schwiegersohn John van`t Schip meine Zehner-Rolle übernimmt. Ich bin dann öfters zwischen erster und zweiter Mannschaft gependelt. Cruyff wollte die Mannschaft verjüngen und meinte, ich könne mir einen neuen Verein suchen. Dann habe ich den einzigen Fehler in meiner Karriere gemacht.

LAOLA1: Und zwar?

Gasselich: Ich hatte ein Angebot von Feyenoord und erbat Bedenkzeit. Inzwischen habe ich mit Cruyff angefangen zu streiten, ihn auch öfters im Training geärgert und ihm den Ball durch die Beine geschoben. Ich habe die Ersatzbank gehasst. Ich hätte den Vertrag aussitzen und zu Feyenoord wechseln sollen. Ich wollte aber schon früher spielen. In Österreich war noch das Transferfenster offen. Also bin ich zum LASK gegangen. Das war auch eine schöne Zeit, aber nicht mit dem Ajax-Niveau zu vergleichen.

LAOLA1: Cruyff hat die Ajax-Philosophie eingeführt, die er später nach Barcelona mitnahm, was letztlich im Tiki-Taka unter Pep Guardiola mündete. Wie war es, unter ihm zu trainieren?

Gasselich: Als Cruyff zu Ajax kam, dachte ich: Super, der wird sicher nur mit dem Ball trainieren lassen. Er hat aber anfangs nur Zweikämpfe trainieren lassen. Trotzdem war seine Philosophie schon damals zu erkennen. Seine Lieblingstrainingsform war die Hösche. Er kannte 60 Varianten, am liebsten sechs gegen zwei, zum Beispiel mit dem verkehrten Fuß. Die Rechtsfüßer haben mit links spielen müssen und umgekehrt. Mein Vorteil: Ich hatte keinen schwächeren Fuß. Als Kind habe ich im Park wochenlang nur mit dem schwächeren Fuß gespielt. Auf diese Beidfüßigkeit wird noch heute bei Ajax Wert gelegt. Dennis Bergkamp (momentan Co-Trainer bei Ajax, Anm.) hat mir davon erzählt. Ajax veranstaltet regelmäßige Probetrainings für Neun- bis Zehnjährige. Wer bei Passübungen mit dem schwächeren Fuß nicht mithalten kann, dem sagen sie: Tut mir leid, aber du musst dir einen anderen Klub suchen.

LAOLA1: Die Eredivisie setzt stark auf junge Spieler. Auch die österreichische Bundesliga positioniert sich als Ausbildungsliga. Kann man die beiden Ligen miteinander vergleichen?

Gasselich: Nehmen wir Dominik Prokop her. 2013 hat er u.a. mit Sascha Horvath in der Youth League gegen Top-Nachwuchsteams wie Porto, Zenit und Atletico Madrid aufgezeigt. Damals war Prokop 16 und jeder hat gesehen, dass er ein Top-Talent ist. Warum braucht der drei, vier Jahre, bis er in die Kampfmannschaft kommt (Prokop feierte am 9. April 2016 sein Bundesliga-Debüt, Anm.)? Das ist mir ein Rätsel. Man kann die Jungen nicht immer gleich spielen lassen, das ist mir schon klar. Aber ich höre immer: ‘Der Junge braucht noch Zeit’. Genau diese Zeit fehlt dem Prokop oder Horvath! Prokop ist zwei Jahre zu spät Stammspieler geworden. Er war zu lange bei den Amateuren. Bei Ajax ist das anders. Die setzen die Jungen sofort ein. Matthijs De Ligt (RIV-Kollege von Wöber, Anm.) hat als 17-Jähriger in der Eredivisie debütiert. Dort bekommen Spieler mit 16 schon Dreijahresverträge. Wenn sie gut sind, spielen sie in der Ersten, nicht in der Zweiten. Dasselbe Beispiel gibt es aber auch bei Rapid. Warum holen sie Thanos Petsos, wenn sie mit Dejan Ljubicic bei den Amateuren eh einen Guten haben? Petsos ist nicht besser, sondern nur routinierter. Aber woher soll Ljubicic die Routine bekommen, wenn nicht auf ihn gesetzt wird? Diese Probleme haben viele Klubs. Selbst bei den St. Pölten Juniors sind ein paar gute dabei.

VIDEO: Prokops Tor im Wiener Derby

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Text geht unterm Video weiter!

LAOLA1: Warum trauen sich kaum Trainer in der Bundesliga, auf die ganz Jungen zu setzen?

Gasselich: Weil bei uns eher defensiv als offensiv gedacht wird. Wir setzen lieber auf Spieler, die einfach zu behandeln sind. Warum hat Arnautovic in Österreich schwer Fuß gefasst? Kein Wiener Verein wollte ihn (Arnautovic spielte in der Jugend bei FAC, Austria, Rapid und der Vienna, Anm.). Spieler wie Prokop müssen mal herumdribbeln und den Ball verlieren dürfen. Sonst beraubst du sie ihrer Stärke. Wenn bei uns ein Junger fünf, sechs Runden nicht gut spielt, muss er lange auf seine zweite Chance warten. Der Trainer setzt dann lieber auf den Routinier. Du brauchst aber einen Trainer, der dir das Vertrauen schenkt. Wie bei Salzburg.

LAOLA1: Kritiker werfen öfters ein, dass Red Bull Salzburg nur aufgrund der finanziellen Möglichkeiten der letzten Jahre so arbeiten kann.

Gasselich: Natürlich hat Salzburg das meiste Geld, aber sie haben auch etwas daraus gemacht! Sie haben als einziges Team ein klares System und Konzept. Bei Frank Stronach (Austria-Investor 1998-2007, Anm.) war das damals anders. Er hat zwar für österreichische Verhältnisse Top-Legionäre geholt, aber auf die Jugend wurde bereits damals vergessen. Heute setzen Teams nur auf ganz junge Spieler, wenn sie in finanziellen Problemen stecken oder eine lange Verletztenliste haben, aus der Not heraus. Das ist dann aber keine Philosophie.

LAOLA1: In Österreich galt und gilt man als knapp über 20-Jähriger noch gerne als Talent.

Gasselich: Das ist der Fehler. Das fängt bereits in der Ausbildung an. Wenn du heute mit 15 Jahren nicht technisch fertig bist, dann kannst du die große Karriere vergessen. Schon vor 30 Jahren habe ich gesagt: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr. Wenn du erst mit 20 Jahren in den Kampfmannschaftskader kommst, ist das zu spät. Du musst mit 17 Jahren bereits Minimum mit der Ersten trainieren. Ausnahmen bestätigen die Regel.

“Spieler wie Prokop müssen mal herumdribbeln und den Ball verlieren dürfen. Sonst beraubst du sie ihrer Stärke.”

LAOLA1: Wie arbeitet der ideale Ausbildungsklub?

Gasselich: Wenn ich mich als Ausbildungsverein definiere, muss ich mich um meine Jugend kümmern. Ich muss die Top-5-Talente im Kopf haben und diese fördern und fordern. Ein Einkauf muss um eine Klasse besser sein als mein bester Nachwuchsspieler. Gibt’s keinen besseren, muss der Junge spielen. Weil den kann ich einmal verkaufen und dadurch Einnahmen generieren. Wie will der Klub sonst finanziell überleben? Die Ausbildungsentschädigung alleine ist zu wenig. Wenn jemand aus der U15 gut genug für die U16 ist, muss er dort spielen. Dasselbe gilt für U18 und Amateure. Der Trainer muss in ständigem Kontakt mit Scouts und Nachwuchstrainern sein. Das ist eine Knochenarbeit.

LAOLA1: Im Leitbild von Austria Wien ist folgender Leitsatz verankert: „Wir stehen für Spielkultur. Das Streben nach technisch hochwertigem und intelligentem Fußball verbunden mit Spielwitz wird auf allen Ebenen gelebt.“ Inwiefern trifft das auf die Austria der letzten Jahre unter Thorsten Fink zu?

Gasselich: Wir haben den Weg dieser Philosophie verlassen. Karl Daxbacher war der letzte Trainer, der das schöne Spiel noch gelebt hat. Er hatte mit Zlatko Junuzovic und Julian Baumgartlinger auch das spielerische Potential dazu. Spielfreudig sind wir seither nicht mehr. Mirko Slomka hat einmal gesagt: ‚Nach Ballgewinn darf es höchstens sechs Sekunden bis zum Torabschluss dauern.‘ Die Austria braucht schon sechs Sekunden für einen Pass von links nach rechts. Wir stehen fast hinter der Mittellinie. Das war nie das Austria-Spiel. Das Tempo ist entscheidend. Da hinkt Österreich bis auf Salzburg hinterher. Ich muss gerade an die beiden Lieblingswörter von Johan Cruyff denken.

LAOLA1: Welche waren das?

Holztisch: Abschleifen und ölen

Gasselich: Ball- und Handlungsschnelligkeit. Ich habe nichts davon, wenn ein Spieler die 100 Meter in elf Sekunden rennt, aber den Ball nicht führen kann. Das Spiel ist schneller geworden. Du brauchst heute doppelt so gute Technik wie zu meiner Zeit. Entscheidend ist: Wie schnell kann ich den Ball zum nächsten Spieler spielen? Bei der Austria hätte Cruyff graue Haare gekriegt. Wenn ich heute einen Spieler sehe, der vier, fünf Ballkontakte zum Weiterspielen braucht, tut‘s mir weh. Flanken aus vollem Lauf, ruhende Bälle und Corner kann man alles trainieren. Bei Cruyff haben wir nach dem Training 200 Flanken geschlagen. Hier sehe ich Defizite in Österreich. Weil bei den Zehnjährigen können wir international noch mithalten.

LAOLA1: Wir haben jetzt öfters die Eredivisie mit der österreichischen Bundesliga verglichen. In der 5-Jahreswertung hat Österreich die Niederlande aber überholt. Zum zweiten Mal in Folge hat Oranje zudem ein Großereignis verpasst. Taugt das niederländische Modell überhaupt noch als Vorbild?

Gasselich: Auf lange Sicht mache ich mir um die Niederlande keine Sorgen. Die Eredivisie wird in Zukunft wieder besser werden, da die Verantwortlichen das Problem national und international aufarbeiten werden. Das jahrelange Offensivdenken wird bleiben. Der holländische Fußball wird als Grundphilosophie immer auf der Technik basieren. Zusätzlich muss aber die defensive Arbeit im Spiel verbessert werden.

LAOLA1: Was ist das momentane Hauptproblem im niederländischen Fußball?

Gasselich: Das niederländische Konzept hat sich zu lange nur auf die Offensive fokussiert. Andere Länder haben die Niederlande überholt. Bei Spitzenteams wie Frankreich und Spanien sind auch die defensiven Spieler technisch perfekt ausgebildet. Ajax hat deshalb in den letzten Jahren fast den gesamten Trainerstab im Nachwuchs ausgetauscht, weil sie diese defensiven Defizite erkannt haben und lösen wollen. Deshalb hat auch Frank de Boer (Ajax Trainer 2010-2016, Anm.) gehen müssen. Hinten 18 Mal hin- und her spielen hassen die Niederländer wie die Pest. Der jetzige Nachwuchs spielt hinten wieder schneller raus. Diese Umstellung braucht aber ein paar Jahre. Außerdem haben die niederländischen Spieler nie gelernt, wie man richtig in den Zweikampf geht. So kann man international nicht mehr bestehen.

LAOLA1: In den letzten Jahren kamen aber auch offensiv keine großen Einzelkönner nach, die in die Fußstapfen von Wesley Sneijder oder Arjen Robben treten konnten. Hat Oranje nicht auch ein Offensiv- bzw. generell größeres Problem?

Gasselich: Holland entwickelt noch immer große Talente. Das Problem ist, dass diese zu schnell ins Ausland verkauft werden! Das schnelle Geld hat den holländischen Vereinen in sportlicher Hinsicht sicher geschadet, finanziell natürlich nicht. Das haben sie nun kapiert. Sie wollen die Talente nun wieder längerfristig an die Vereine binden, um deren Entwicklung zu fördern. Ich habe unlängst einen Statusbericht bei Ajax gelesen. In diesem wird die Ausrichtung wieder auf echte langfristige Erfolge international gelegt.

LAOLA1: Zum Abschluss nochmals zurück nach Österreich. Sie haben 2012 den Legendenklub bei der Austria eingeführt. Angesichts der nationalen Salzburger Dominanz sind aber in den letzten Jahren nicht viele neue Legenden dazugekommen. Sind die Aufnahmebedingungen (Drei Titel, zumindest 100 Pflichtspiele) zu hart?

Gasselich: (lacht): Wir planen, die Kriterien irgendwann abzuändern. Herbert „Funki“ Feurer hat mir gesagt, bei Rapid reichen die 100 Spiele. Ich habe das System damals von Ajax übernommen. Eine gewisse Anzahl an Spielen musst du für den Legendenstatus schon haben. Auch wenn das Fußballgeschäft heute viel schnelllebiger ist und die Spieler immer früher wechseln. Ich werde die Titel runterschrauben müssen. Trotzdem müsste das Ziel von Rapid und Austria sein, pro Jahrzehnt zweimal Meister zu werden.

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