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“Bitte, recht freundlich!” Wenn die ganze Familie schon mal zusammen ist, muss man die Gelegenheit auch für ein Gruppenbild nutzen. Und wenn die Begeisterung für den Reisemobilurlaub über die Generationen hinweg verbindet, liegt der Gedanke nah, ein Fahrzeug im Familienverbund anzuschaffen. Oma und Opa wünschen sich einen Teilintegrierten mit Einzelbetten. Familientauglich wird er mit einem zusätzlichen Hubbett über der Sitzgruppe. Zu Preisen ab rund 42.000 Euro erscheint das hier versammelte Modelltrio als verlockende, weil überschaubare Investition. Also, wer darf mit aufs Familienbild?

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Wer einheiraten will, muss meist die Frage beantworten, aus welchem Hause er stammt. Beim Sunlight als Vorreiter in Sachen “günstige Zweitmarke aus deutschen Landen” dürfte es inzwischen bekannt sein: Dethleffs und Hymer betreiben ein eigenes Werk in Sachsen, wo die Schwestermarken Sunlight und Carado gefertigt werden.

Unter dem lang gedienten Label Weinsberg wurde schon manches angeboten. Seit ein paar Jahren fungiert die Marke als Einsteigerangebot der Knaus-Gruppe – Fertigungsstandort Bayerischer Wald.

Forster ist der jüngste Zugang in der Günstigklasse – eine Tochtermarke von Eura Mobil. Für die Produktion nutzt man die Möglichkeiten innerhalb des Trigano-Konzerns, bezieht die Fahrzeuge aus einem italienischen Werk – behält sich freilich die Endkontrolle am Standort Sprendlingen in Rheinhessen vor.

An der Basis herrscht Einigkeit. Am Fiat Ducato führt kein Weg vorbei. Zum Grundpreis steht jeweils der 115-PS-Motor in der Liste. Die rund 1500 Euro für das nächststärkere Aggregat mit 130 PS sollte man aber unbedingt draufpacken – spätestens beim Wiederverkauf wird es sich auszahlen. Auch sonst marschieren die drei weitgehend im Gleichschritt: Die wichtigsten Extras fürs Basisfahrzeug, wie Beifahrer-Airbag, Tempomat, Klimaanlage und elektrische Spiegelverstellung, finden sich fast durchgängig in einem Chassis-Paket. Auch an diesem, je nach Umfang zwischen 1000 und 2000 Euro teuren Paket kommt man kaum vorbei.

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Damit ist die rollende Unterlage aber dann auch schon weitgehend komplett. Gedanken machen sollte man sich außerdem noch in Sachen Zuladung. Für zwei Personen reichen die Gewichtsreserven in der Regel aus. Wenn aber eine vierköpfige Familie mit Sack und Pack auf Reisen gehen möchte, kann es speziell im Sunlight T 67 knapp werden. Die günstig angebotene Auflastung auf 3,85 Tonnen sollte man überdenken. Allerdings schulterte der Sunlight-Testwagen auch das schwerste Päckchen an Extras in dieser Runde.

Das hängt aber auch damit zusammen, dass der Sunlight eine etwas magerere Serienausstattung mitbringt als die beiden Konkurrenten. Während der Weinsberg TI 700 MEH schon zum Grundpreis das Bettumbauset für die Sitzgruppe und eine fünfjährige Dichtigkeitsgarantie bietet, sind beim Forster T 738 EB der große Kühlschrank und das sogar elektrisch betriebene Hubbett aufpreisfrei an Bord.

Die Hubbetten von Forster und Weinsberg sind rechteckig geformt, letzterer kann dabei mit 20 Zentimeter mehr Breite punkten. Das Sunlight-Hubbett lockt mit stolzen 1,98 Meter Länge und sogar 1,42 Meter Breite – allerdings nur in einem kleinen Teil in der Mitte der Liegefläche, am Fußende sind es gerade noch gut 60 Zentimeter. Das liegt vor allem an der deutlichen Abschrägung im Bereich des Einstiegs. Hintergrund: Der Notausgang durch die Aufbautür bleibt so auch bei abgesenktem Hubbett frei.

Der Forster T 738 EB mutet seinen Passagieren in so einem Fall eine stark gebückte Haltung zu. Dem Weinsberg TI 700 MEH gelingt der beste Kompromiss aus Bettenbreite und Notfallvorsorge. Dazu passen auch die breiten, hohen und soliden Netze auf beiden Seiten, die vor allem kleine, unruhige Schläfer vor dem Absturz bewahren. Aber auch an den beiden anderen Hubbetten finden sich passable Schutzvorrichtungen. Matratzen und Unterfederung sind bei allen dreien von brauchbarer Machart. Der Weinsberg glänzt durch Ablagen und zwei einzeln schaltbare LED-Spots an der Decke.

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Die Sitzgruppen unter den Hubbetten von Sunlight und Weinsberg sind sehr ähnlich gestaltet. Mit ihren langen Seitenbänken bieten sie bis zu sechs Personen Platz. Die Tische sind dafür jeweils erweiterbar, – geschickt im Weinsberg, mit einem Zusatzteil, das man unter der Hauptplatte hervordreht; – weniger praktisch im Sunlight T 67 mit einem kleinen Zusatzbrett, für das es ansonsten keinen festen Platz gibt. Im Forster ist die Erweiterungsplatte breiter und wartet sicher verstaut im Kleiderschrank auf ihren Einsatz.
Die Seitenbank gibt hier nur einen Einzelsitz ab. Deutlich enger als bei den anderen beiden wirkt die Sitzgruppe auch durch den geringen Lichteinfall. Ein zweites Seitenfenster und große Dachfenster über dem Fahrerhaus und der Küche sucht man hier vergebens.

Wie abgesprochen ziehen Sunlight und Weinsberg jeweils unter der kompletten Sitzgruppe ein Bodenpodest ein, mit einem herausnehmbaren Teil im Gang. So kann wahlweise die Stehhöhe unter dem Hubbett in diesem Bereich um etwa zehn Zentimeter erhöht werden – auf der Seitenbank sitzt man dann mit baumelnden Beinen, aber nicht mehr so bequem. So oder so ist die Stehhöhe im Sunlight aber jeweils um rund zehn Zentimeter größer als im Weinsberg. Der Forster versucht sich am goldenen Mittelweg, was die Stehhöhe von 1,85 Meter im Gang anbelangt, aber auch in Sachen Podest, das nur vorn quer für die gedrehten Fahrerhaussitze als Fußablage dient. Für das Tischniveau sitzt man hier aber etwas zu hoch. Großflächig ist dagegen das Podest im Heckbereich des Forster. Zwischen Küche und Bad trennt eine Stufe und eine Schiebetür den Ausbau in zwei Hälften. Über zwei weitere Stufen sind die Einzelbetten leicht zu erklimmen. Sehr bequem ist auch der Bettzugang im Weinsberg, selbst wenn der Gang etwas schmal ausfällt. Im Sunlight sind es von der obersten Stufe bis zur Bettfläche noch mehr als 70 Zentimeter – ganz schön viel. Bei den Liegemaßen kann der Weinsberg punkten. Im Forster gefällt der opulente Matratzenzuschnitt mit aufstellbarem Kopfteil.

Nicht nur als Enkelbett beliebt ist die Möglichkeit, die Betten über den Gang hinweg zu verbinden. Im Forster gelingt dies mit einem serienmäßigen Einlegeteil besonders leicht. Allerdings ist das Erklettern der Bettfläche dann mühsam. Sunlight und Weinsberg verlangen für den Umbausatz einen Extra-Obolus, liefern dazu aber auch noch eine Leiter für den Aufstieg mit.

Bad und Dusche stehen sich vor den Forster-Betten gegenüber und lassen sich leicht zum großzügigen Hygiene- und Ankleidezimmer verbinden. Wer diese Opulenz im Badbereich schätzt, findet allenfalls im Sunlight-Parallelmodell T 68 mit separater Dusche etwas Ähnliches. Kritik erntet der Forster T 738 EB für die zu tief platzierten Spiegel und den störenden Radkasten in der Dusche. Sunlight und Weinsberg packen das Bad kompakt auf die rechte Seite. Auch wenn es recht eng zugeht, entstehen mittels – allerdings aufpreispflichtiger – Schiebe- und Falttüren ordentliche Duschkabinen. Ein verschiebbares Waschbecken spart im Weinsberg nochmals ein paar Zentimeter Grundfläche.

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Forster und Sunlight setzen auf Winkelküchen. Diese platzsparende Anordnung hat meist – wie auch hier – den Nachteil der mangelnden echten Arbeitsfläche. Die Weinsberg- Kochzeile macht es in diesem Punkt besser, setzt aber andererseits das relativ kleine Spülbecken weit in die Ecke, so dass man beim Abwasch lange Arme braucht. Der Forster lockt bereits serienmäßig mit einem 149-Liter-Kühlschrank. Optional geht der Weinsberg sogar mit 190 Liter ins Rennen.

Genügend Stauraum offerieren alle drei schon aufgrund der stattlichen Heckgaragen – im Forster ist die zweite Tür serienmäßig an Bord. Die Kleiderschränke finden sich jeweils unter den Betten – ein Bückling ist also in jedem Fall nötig. Mit breiter Rolloschiebetür und Ausziehkleiderstange gelingt der Zugriff im Weinsberg TI 700 MEH am besten. Sehr klein ist die Tür im Sunlight. Beide haben an eine automatische Beleuchtung gedacht – nett, aber zu schwach. Im Bettkasten gegenüber gibt es jeweils weitere Fächer, nur der Weinsberg bietet auch noch eine freie Seitenbanktruhe.

Hagelresistenteres GfK als Dachbeplankung hat sich in dieser Klasse durchgesetzt. Der Forster setzt sogar an den Wänden auf GfK außen und innen und höherwertiges Styrofoam als Isolierung. Der Sunlight T 67 zeigt mit der saubersten Verarbeitung auch am Aufbau seine hohe Fertigungsroutine.

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